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klecks 1/2015

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In dieser Ausgabe liegt der Schwerpunkt auf dem Thema Mehrsprachigkeit. Lesen Sie, auf welche verschiedenen Arten Kinder in unseren Lernwelten mit anderen Sprachen in Berührung kommen und mit welcher Freude und Begeisterung sie dabei sind. Unsere Erzieherinnen und Erzieher stellen uns ihre Muttersprachen vor und lassen sich beim „Sprachbad" und beim „Englisch spielen" über die Schulter schauen. In jedem klecks geben wir zudem Tipps aus unserer pädagogischen Arbeit weiter: Diesmal gibt die angehende Naturpädagogin und Erzieherin Mandy Großheim Tipps für Naturerlebnisse mit Kindern. Dazu kommen Spielzeug- und Buchempfehlungen, Wissenswertes für Berufstätige, Veranstaltungshinweise und vieles mehr.

Schwerpunkt

Schwerpunkt Mehrsprachigkeit " Teddy ist eher faul und schlaft sehr gerne. Daisy hingegen ist eine 'Macherin‘.“ se das Mittagessen oder das Zähneputzen mit einem englischen Spruch eingeläutet. ToyTalk ist für Kinder bis vier Jahre gedacht – können so kleine Kinder schon Englisch lernen? Paul Lindsay: Das Wort „lernen“ trifft nicht richtig, worum es bei ToyTalk geht: Wir lernen nicht Englisch, wir spielen Englisch. Die Kinder werden mit dem englischen Sprachklang vertraut gemacht, sie lernen erste Wörter kennen und können ausprobieren, wie sich Englisch „im Mund anfühlt“. Es geht vor allem darum, die Herzen der Kinder zu öffnen und ihnen eine schöne Zeit zu bescheren – und ganz nebenbei werden sie aufgeschlossen für eine fremde Sprache. Wir arbeiten dabei weniger über den Kopf als über Musik, Bewegung und Kommunikation – über die Sinne eben. Wichtig ist der Spaß an der Sache und dass die Kinder auf der emotionalen Ebene angesprochen werden. Teddy und Daisy sind hier die Vermittler und auch Projektionsflächen für die Kinder. Wenn es Teddy beispielsweise nicht gut geht, fühlen die Kinder mit und muntern ihn wieder auf. ToyTalk: „Es geht vor allem darum, die Herzen der Kinder zu öffnen.“ Wie können Eltern ToyTalk auch zu Hause aufgreifen? Paul Lindsay: ToyTalk findet in der Kita in einem Rahmen statt, der sich zu Hause schwer reproduzieren lässt. Neben den englisch begleiteten Geschichten ist ToyTalk vor allem auch ein Gemeinschaftserlebnis. Wenn Eltern ihr Kind unterstützen möchten, sollten sie keine Gelegenheit auslassen, mit ihm gemeinsam zu singen – alle ToyTalk-Songs gibt es auf CD. ToyTalk in unserem Webshop Eltern, deren Kind in einer Einrichtung des pme Familienservice betreut wird, können die CDs „ToyTalk“, „Sing ToyTalk the Seasons“ in unserem und „Happy“ zu einem Vorzugspreis von jeweils Webshop 9,90 Euro im pme Webshop bestellen oder vor Ort in ihrer Kita erwerben. Eltern, deren Kind in einer www.shop.familienservice.de Einrichtung des pme Familienservice betreut wird, können die CDs „ToyTalk“, „Sing the Seasons“ und „Happy“ zu einem Vorzugspreis von jeweils 9,90 Euro im pme Webshop bestellen oder vor Ort in ihrer Kita erwerben. www.shop.familienservice.de 16

Mummy speaks English, Papa Deutsch Dass es innerhalb einer Familie zwei oder sogar mehrere Sprachen gibt, ist keine Seltenheit mehr. Wir haben Familien aus unseren Lernwelten gefragt: Wie lebt es sich mit verschiedenen Sprachen? Marion Baizet KÖLN Nilufer Celik MÜNCHEN Welche Sprachen werden in Ihrer Familie gesprochen? Wir sprechen Deutsch und Französisch. Wer spricht in welcher Sprache mit wem? Mein Mann David spricht Deutsch mit allen, ich spreche Deutsch mit David und Französisch mit den Kindern. Unser dreijähriger Sohn Bastien antwortet seinem Vater auf Deutsch und mir in einer Mischung aus Französisch und Deutsch. Unsere einjährige Tochter Zélie hat noch ihre eigene Sprache. Sie spricht nur in Lauten. Können Sie uns eine kleine Anekdote aus Ihrem mehrsprachigen Alltag erzählen? Bastien versucht die französischen Verben wie die deutschen zu konjugieren, z.B je suis getombé (tomber = fallen). Richtig wäre „je suis tombé“ also „ich bin gefallen“. Und manchmal ist es schwierig für mich, für typisch deutsche Dinge die richtigen französischen Wörter zu finden, zum Beispiel für „Abendbrot“. Haben Sie einen Tipp für andere Familien? Konsequent bleiben! Jeder sollte mit den Kindern in seiner Muttersprache sprechen. Welche Sprachen werden in Ihrer Familie gesprochen? In unserer Familie sprechen wir Türkisch und Deutsch. Wer spricht in welcher Sprache mit wem? Türkisch ist unsere Muttersprache. Zu Hause versuchen mein Mann und ich, mit unserem Sohn möglichst nur Türkisch zu sprechen. Wenn wir draußen unterwegs sind, reden wir öfter Deutsch, denn Cenk entdeckt dabei immer viele Dinge, von denen wir die deutsche Bezeichnung kennen. Können Sie uns eine kleine Anekdote aus Ihrem mehrsprachigen Alltag erzählen? Immer wenn wir in einem Restaurant sind, versucht Cenk, sich mit dem Kellner auf Türkisch zu unterhalten. Er kennt das so von unseren Hotelaufenthalten in der Türkei. In unserer Stamm-Pizzeria hat er es geschafft: Die Bedienung dort weiß jetzt, was Wasser, Löffel oder Nudeln auf Türkisch heißt. Haben Sie einen Tipp für andere Familien? Viele unserer Freunde sprechen ein Mischmasch aus beiden Sprachen. Das hat bei einigen Kindern dazu geführt, dass Sie nur noch Deutsch reden. Andere bilden Sätze aus beiden Sprachen. In der Hoffnung, dass das bei Cenk später nicht so sein wird, versuchen wir immer nur eine Sprache zu sprechen. Wenn er etwas auf Deutsch erzählt, antworten wir auch auf Deutsch. Später ergibt sich oft die Möglichkeit, das Erlebte nochmal auf Türkisch zu erzählen. So glauben wir, seinen Wortschatz zu erweitern, ohne ihn zu verwirren. 17

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