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klecks 1/2016

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klecks bietet Eltern und Erziehern das komplette Themenspektrum von Pädagogik bis Psychologie, von Gesundheit über Reisen bis hin zu Spieletipps und Veranstaltungsempfehlungen. klecks erscheint zwei Mal im Jahr und liegt in unseren pme-Kitas, Standorten und Filialen für alle Eltern & Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kostenfrei aus.

Schwerpunkt:

Schwerpunkt: Tiergestützte Pädagogik | Text: Gabi Strasser Hund, Hase, Hahn Vom Nutzen tierischer Begegnungen für Kinder 26

Tiere spielen in unseren Lernwelten eine große Rolle. Ob es das eigene Kita-Tier ist, oder ob Tiere in ihrer natürlichen Umgebung beobachtet werden – Möglichkeiten, sich mit Tieren zu beschäftigen, gibt es viele. Eines haben sie alle gemein: den pädagogischen Nutzen. Wir beleuchten die Hintergründe der tiergestützten Pädagogik und stellen zwei Kitas mit ihren unterschiedlichen Ansätzen vor. Bunte Fische tummeln sich im Aquarium, Schnecken oder Agamen kriechen durch das Terrarium, draußen im Garten hoppeln die Kaninchen oder scharren die Hühner. Rund die Hälfte unserer 60 Kinderbetreuungseinrichtungen hält eigene Tiere. In manchen Kitas ist sogar ein Hund festes Gruppenmitglied. Wo die Tierhaltung in der Kita nicht möglich ist, beobachten die Kinder Tiere in der Natur, auf Bauernhöfen oder bei Zoobesuchen. Tiergestützte Pädagogik ist ein Schwerpunkt im pädagogischen Konzept des pme Familienservice. Warum ist es uns so wichtig, dass Kinder mit Tieren in Berührung kommen? Ganz einfach: Tiere haben einen positiven Einfluss auf die kindliche Entwicklung – und zwar in vielen Bereichen. Positiver Einfluss auf die kindliche Entwicklung Empirische Befunde und auch unsere langjährigen Erfahrungen in der tiergestützten Pädagogik bestätigen, dass sich Begegnungen mit Tieren in vielfältiger Weise positiv auf Kinder auswirken. Einige Beispiele: Konzentration Tiere haben eine beruhigende Wirkung auf Kinder. Auch sehr lebhafte Kinder können sich lange in die Beobachtung von Tieren vertiefen und zuschauen, wie Fische im Aquarium ihre Bahnen ziehen oder Schnecken gemächlich zu ihrem Ziel kriechen. Soziale Kompetenzen und Verantwortungsbewusstsein Kinder lernen, was das Tier braucht, damit es ihm gut geht, und können bei der Pflege und Versorgung wichtige Aufgaben übernehmen. Dadurch entwickeln sie Empathie und Verantwortungsbewusstsein. Sprachentwicklung „Wau, wau!“, „Blubb, blubb!“ – schon die kleinsten Kinder ahmen die Laute der Tiere nach. Größere Kinder berichten sehr gerne von ihren Erlebnissen mit den Tieren und werden angeregt, das Erlebte in Worte zu fassen. Tiergestützte Pädagogik ist ein Schwerpunkt im pädagogischen Konzept des pme Familienservice. Naturwissenschaftliche Erfahrungen Jedes Tier ist anders und eröffnet Kindern neue Erfahrungen. Der Hund hat weiches Fell, die Schnecke ist feucht, die Schildkröte hat einen harten Panzer – durch die Begegnung mit unterschiedlichen Tieren erweitern Kinder ihr Wissen über das Aussehen der Tiere, das Verhalten und die arteigenen Bedürfnisse. Sinneserfahrungen Das Berühren und Streicheln von Tieren ist für jedes Kind eine unvergessliche Erfahrung und besonders im Bereich der taktilen Wahrnehmung von großer Bedeutung. Aber auch der Geruch, die Geräusche oder Lautäußerungen von Tieren regen die Sinne der Kinder an. Emotionen Freude, Begeisterung, Vorsicht, Zurückhaltung: Tiere wecken bei Kindern Emotionen und bieten ihnen Anlass, sich damit auseinanderzusetzen. Artgerechte Haltung und sorgfältige Begleitung Einfach ein Tier anschaffen – damit ist es in der tiergestützten Pädagogik nicht getan. Damit die Begegnungen für Mensch und Tier positiv verlaufen, hat der pme Familienservice ein umfangreiches Qualitätsmanagement entwickelt, das bereits bei der Auswahl der Tiere beginnt. Die Tiere werden in einem ausführlichen Teamprozess ausgewählt, in den auch die Tiere haben einen positiven Einfluss auf die kindliche Entwicklung. Eltern einbezogen werden. In jeder Einrichtung sorgen Tierbeauftragte gemeinsam mit den Kindern für die Pflege und Gesundheit des Tieres. Interessierten pädagogischen Fachkräften stehen vielfältige Fort- und Weiterbildungen offen, zum Beispiel Besuchsoder Begleithunde-Ausbildungen. Erstmals in diesem Jahr widmet sich ein Fachtag dem Thema „Tiergestützte Pädagogik“. Unter anderem wird dort Christina Pahl, Fachkraft für tiergestützte Intervention, einen umfassenden Einblick in die Arbeit mit Tieren geben. 27

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