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klecks 1/2016

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klecks bietet Eltern und Erziehern das komplette Themenspektrum von Pädagogik bis Psychologie, von Gesundheit über Reisen bis hin zu Spieletipps und Veranstaltungsempfehlungen. klecks erscheint zwei Mal im Jahr und liegt in unseren pme-Kitas, Standorten und Filialen für alle Eltern & Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kostenfrei aus.

pme Lernwelten im

pme Lernwelten im Porträt | Text: Gabi Strasser Buongiorno Bambini! Frischer Wind in der Kinderkrippe Theresie Die Theresienhöhe in München: Zwischen den Bürotürmen internationaler Konzerne verstecken sich der Bavariapark und die denkmalgeschützten Hallen der alten Messe. Gleich daneben befindet sich das Münchner Westend, ein traditioneller Arbeiterbezirk und heute Szene- und Multikulti-Viertel. Genau der richtige Ort für eine Kita, in der Kinder verschiedenster Nationalitäten zusammen spielen und aufwachsen. „Guten Morgen, Good Morning, Buongiorno, Kalimera, Buenos Dias ... im Morgenkreis!“, begrüßen sich Kinder, Erzieherinnen und Erzieher in den unterschiedlichsten Sprachen der Gruppe. Der Tag in der Kinderkrippe beginnt. Was er wohl bringen wird? Auf jeden Fall werden die Kinder ausgiebig spielen, das Klettergerüst erklimmen und den Fischen im Aquarium „Guten Tag!“ sagen. Im kleinen Garten werden sie ihre Bobby- Cars sausen lassen. Oder sie beobachten nebenan im Bavariapark Eichhörnchen, sammeln Stöcke und bestaunen die ersten Gänseblümchen des Frühlings. Und vielleicht werden sie gemeinsam kochen, experimentieren oder bei ToyTalk Englisch „spielen“. Durch das Jahr mit Pikler Zwei Schwerpunkte prägen das Krippenjahr: Zum einen ist das die Pikler-Pädagogik, die weit über die bekannte Bewegungserziehung hinausgeht. Einrichtungsleiter Fabian Riemer erklärt: „Pikler-Pädagogik bedeutet die Partizipation der Kinder in allen Bereichen, die sie betreffen – etwa beim Essen. Wie ein roter Faden ziehen sich außerdem die Jahreszeiten durch alle Angebote. Da nehmen die Kinder beispielsweise zur Erntezeit den Apfel unter die Lupe, singen Lieder über den Apfel und kochen Apfelmus oder experimentieren im Winter mit Schnee“. Bälle in allen Formen Kinder im Krippenalter entdecken die Welt. Vieles ist neu für sie, alles ist interessant. „Wir beobachten aufmerksam, was die Kinder gerade beschäftigt, und gestalten danach unsere Angebote“, sagt Fabian Riemer. „Dabei sprechen wir alle Kinder an – kleine Kinder ebenso wie die großen, die bald in den Kindergarten gehen“. Oft ergibt sich das in der Praxis wie von selbst. Riemer gibt ein Beispiel: „Das Thema Ball entstand, als die großen Kinder begeistert Fußball gespielt hatten. Wir haben Gemeinsamkeit leben Bälle aus verschiedenen Materialien gebastelt, Bälle gemalt und Pizzabällchen gebacken. Der Renner bei allen Kindern aber ist die selbst gebastelte Kugelbahn aus Papprohren. Weil die kleineren Kinder immer wieder zu große Bälle durch die Röhren schicken wollten, entstand spontan ein neues Thema: ‚Was ist groß, was ist klein?’“. Gelebte Vielfalt „Wir leben Vielfalt und fördern Toleranz“ – dieser Anspruch aus dem Leitbild des pme Familienservice ist in der Kinderkrippe Theresie voll angekommen: Die Hälfte des Teams sind Männer, vier verschiedene Nationalitäten sind vertreten, was auch der internationalen Elternschaft entgegenkommt. Wichtig ist dem Einrichtungsleiter eine gesunde Altersmischung im Team: „Unser jüngstes Teammitglied ist 17, die ältesten sind Anfang 50. Jede Generation hat ihre Stärken und kann der anderen etwas geben. Die Älteren können Ruhe, Beständigkeit und Sicherheit bei den Abläufen vermitteln und nehmen andererseits von den Jüngeren neue Ideen und neuen Schwung mit“. 4

Hier wird die kreative Gruppenarbeit groß geschrieben ... Ein buntes Team, das gut zusammenarbeitet und sich gegenseitig ergänzt – dass das gepflegt werden muss, weiß Fabian Riemer: „Unter anderem nehmen wir uns die Zeit für gemeinsame Teamtage und gehen immer mal wieder am Abend zusammen essen“. der. Die Kleinen sind motiviert durch das Können der Großen, die Großen wiederum entwickeln Rücksichtnahme und Empathie. Beispielsweise bringen sie kleineren Kindern spontan die Trinkflasche, wenn sie selbst Durst haben, und freuen sich über die Fortschritte der Jüngeren“. Kleine Gruppen, Einige der insgesamt 24 groSSes Miteinander Plätze sind sogenannte Ruhig und gemütlich geht es in der Kinderkrippe Theresie zu. Jedes Kind bekommt viel Aufmerksamkeit, große Kinder spielen mit kleinen, alle achten aufeinander. Für den Einrichtungsleiter ist das auch ein positiver Effekt der großen „Ad-hoc-Plätze“, reserviert für die Stadt München für Familien mit kurzfristigem Bedarf. „Es kann jederzeit kurzfristig ein neues Kind kommen – aber das ist sowohl für uns als auch für die Kindergruppe kein Problem“, erklärt Riemer. Altersspanne: „Die Kinder lernen sehr viel voneinan- ... und Talente einzelner Kinder gefördert Eltern herzlich willkommen! Wichtig ist auch ein partnerschaftliches Verhältnis zu den Eltern. „Wir geben den Eltern Sicherheit durch Kontinuität, feste Strukturen und vor allem durch engen Kontakt. Eltern sind bei uns immer willkommen Pikler-Pädagogik bedeutet die Partizipation der Kinder in allen Bereichen. Glanz. So wurden mit Hilfe des Qualitätssicherungsinstruments Krips vom Berliner PädQUIS-Institut verschiedene Faktoren wie Betreuung, Platz, Ausstattung und Elternarbeit unter die Lupe genommen. Julia Krieg vom Münchner Kita-Management berich- und können auf der gemütlichen Couch in unserer Elternecke auch mal eine kleine Pause vom Alltag machen“. Neben regelmäßigen Elterngesprächen und dem Austausch zwischen Tür und Angel bietet das Team der Theresie vielfältige Aktivitäten für Eltern an – vom Elternbasteln über tet: „Angeregt durch die Ergebnisse, haben wir unter anderem die Räume so umgestaltet, dass sich die Kinder im Sinne der Partizipation möglichst viele Materialien selbst nehmen können und sich der Aspekt der Vielfalt wiederfindet – etwa mit Büchern, in denen auch mal eine Bauarbeiterin Vatertags-Brunch, Weihnachts- zu sehen ist oder und Faschingsfeier bis zum Elterncafé. eine Weltkarte“. Auch technisch ist die Kinderkrippe Theresie vorne Offen für neue Wege dran. Als eine der ersten Dank einer umfangreichen pme-Kitas nutzt sie für ihre Erneuerung in den vergangenen zwei Jahren erstrahlt die 2003 eröffnete Kinderkrippe in neuem Personaleinsatzplanung die Software Dejoris, die für Fabian Riemer mehr als ein hilfreiches Tool ist: „Unse- 5

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