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klecks 2/2015

klecks bietet Eltern und Erziehern das komplette Themenspektrum von Pädagogik bis Psychologie, von Gesundheit über Reisen bis hin zu Spieletipps und Veranstaltungsempfehlungen. klecks erscheint ab sofort zwei Mal im Jahr und liegt in unseren Kitas, Standorten und Filialen für alle Eltern & Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kostenfrei aus.

Die drei Welten des pme

Die drei Welten des pme Familienservice | Text: Isabel Hempel Gelassen durch stürmische Zeiten Der pme-Jugendcoach pme Familienservice – drei Welten, ein Ziel: Seit über 20 Jahren entwickeln wir Angebote, die Menschen darin unterstützen, Privat- und Berufsleben in Balance zu bringen. Vielen sind wir vor allem als Träger von Kinderbetreuungseinrichtungen bekannt. Doch der Familienservice-Kosmos besteht aus drei Welten: pme Assistance, pme Akademie und pme Lernwelten. In jeder Ausgabe von klecks stellen wir Ihnen ein interessantes Projekt aus einer der drei pme-Welten vor. Heute: der pme Jugendcoach, ein Angebot aus unserer pme Assistance-Palette. Wutausbrüche, knallende Türen, Null-Bock-Haltung: Das familiäre Zusammenleben mit pubertierenden Jugendlichen gestaltet sich oft spannungsgeladen. Für Eltern ist die Zeit, in der ihre Kinder erwachsen werden, von Auseinandersetzungen und auch Sorgen geprägt. „Gerade mit dem Schuleintritt und dem Heranwachsen der Kinder zu Jugendlichen werden berufstätige Eltern noch einmal ganz neu gefordert. Plötzlich treten Fragen auf zu Lernschwierigkeiten, Suchtthemen oder Mobbing in der Schule“, sagt Barbara Paul, Produktverantwortliche ‚Jugendcoach’. „Hier bieten wir Eltern und Kindern professionelle Unterstützung“. unzufrieden mit der eigenen Persönlichkeit oder dem eigenen Körper“. Offenes Ohr für Eltern und Kinder „Wir sind offen für alle Fragestellungen im Themenspektrum Schule, Lernen, Ausbildung und Erwachsenwerden“, ergänzt Pädagogin M.A. Carolin Mayonga. „Zu Beginn der Beratung steht immer das sogenannte Clearing: Wir überlegen gemeinsam, wie wir die Familie am besten unterstützen können. Dafür steht unser Team aus Elternberaterinnen und systemischen Coachs den Familien in jeder Lebenslage zur Seite. Sowohl die Eltern als auch die Jugendlichen finden bei uns ein offenes Ohr“. raten zu lassen. Oft sehen danach alle klarer, und es lassen sich Lösungsansätze finden, mit denen die Situation für alle Beteiligten verbessert werden kann“. Der pme Familienservice bietet zusätzlich eine Reihe an interessanten Vorträgen und Seminaren, zum Beispiel zu den Themen Pubertät oder Lernschwierigkeiten. Mehr dazu unter www.familienservice.de/veranstaltungen und auf Seite 46 in diesem Heft. In akuten Krisensituationen erreichen uns die Mitarbeiter unserer Vertragsfirmen über unsere 24-Stunden-Hotline und finden sofort Unterstützung. Schule ist ein Dauerbrenner Die Schule ist in vielen Familien ein Dauerthema. Auch Themen wie Alkoholkonsum, Sexualität oder übermäßige Mediennutzung stehen plötzlich im Raum. „Eltern wissen in dieser Phase oft nicht, wie sie mit ihrem Kind im Gespräch bleiben und weiter daran teilhaben können, was ihr Kind beschäftigt“, sagt Barbara Paul. „Für Jugendliche selbst ist die Pubertät oft durch Ängste, Selbstzweifel und Unsicherheiten geprägt. Viele leiden unter Orientierungslosigkeit, haben Zukunftsängste, müssen Konflikte mit Gleichaltrigen durchstehen oder sind Wie finde ich ein Mathe-Camp? Auch bei organisatorischen Fragestellungen sind die Jugendcoachs behilflich: zum Beispiel bei der Suche nach einer Nachhilfemöglichkeit, einem Mathe-Camp oder einem Sportverein für das Kind. „Wir begegnen jeder Fragestellung mit einer offenen Haltung. Hinter einer Lernschwierigkeit kann sich zum Beispiel auch Mobbing in der Schule verbergen oder eine schwierige Familiensituation, wie die Scheidung der Eltern“, erklärt Mayonga. Barbara Paul ergänzt: „Bei allen Problemen ist es gut, sich frühzeitig be- Barbara Paul Produktverantwortliche „Jugendcoach“ 26

Jugendliche lernen die Spielregeln der Kommunikation Der pme Familienservice berät die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seiner Vertragsfirmen auch zur Mediennutzung von Kindern. Ein Thema, das immer wichtiger wird, ist der Umgang mit Social Media für Heranwachsende und deren Eltern. pme-Mitarbeiterin und Social Media-Expertin Claudia Schwab gibt Tipps. Facebook, WhatsApp und Twitter – für Jugendliche natürliche Wege der Kommunikation Claudia Schwab, Social Media-Expertin beim pme Familienservice Auf dem Bolzplatz, in der U-Bahn, auf dem Pausenhof: Jugendliche legen ihre Smartphones kaum noch aus der Hand. Viele Eltern fragen sich: Ist das noch normal? „Die Kinder lernen hier die Spielregeln heutiger Kommunikation. Entscheidend ist, dass wir Erwachsene sie dabei sinnvoll begleiten. Aufklärung ist wichtig“, sagt Claudia Schwab, Social Media-Expertin beim pme Familienservice. Tobias ist 13 Jahre alt. Zum Geburtstag hat er sich ein Smartphone gewünscht. Seine Eltern haben erst gezögert, dann aber nachgegeben. Das neue Smartphone scheint nun sein Lebensmittelpunkt zu sein. Ständig vibriert das Gerät, WhatsApp-Nachrichten erscheinen im Sekundentakt. Tobias chattet mit Freunden, hört Musik, surft und verbringt viel Zeit auf Facebook. Auch wenn er sich mit seinen Freunden auf dem Fußballplatz trifft, ist das Handy im Fokus. Die Jungs zeigen sich YouTube-Videos und vergleichen die „Likes“ für ihre neuesten Posts. Ständig lädt Tobias Fotos auf Instagram hoch. Am Abend schläft er oft mit Smartphone ein. Seine Mutter holt das Gerät dann aus seinem Bett und legt es in die Küche. Gleich nach dem Aufstehen checkt Tobias die neuesten Nachrichten seiner Freunde. Seine Eltern machen sich Sorgen. Ist das noch normal? Jugendliche sind die am besten vernetzte Bevölkerungsgruppe, stellt die BITKOM-Studie „Jugend 2.0“ fest. 98 Prozent der Jugendlichen sind online, selbst bei jüngeren Teenagern sind es 96 Prozent. Das Surfen im Internet ist schon für 13- bis 15-Jährige die zweitliebste Freizeitbeschäftigung. An erster Stelle steht „Freunde treffen“, an dritter Stelle „Sport treiben“. Das Smartphone ist dabei der ständige Begleiter. Noch vor dem Telefonieren wird es vor allem für die Kommunikation per SMS, MMS oder mit Messaging- Diensten wie WhatsApp und iMessage genutzt, zeigt der Forschungsbericht „Jung und vernetzt“. Das Senden und Empfangen von Kurznachrichten liegt mit 94 Prozent auf Platz eins. Daneben dient das Smartphone Jugendlichen vor allem zum Musik hören, Surfen oder Videos schauen. Vertrauensvolle Gesprächskultur ist wichtig „Die Medien sind nicht mehr zu trennen vom Alltag unserer Kinder. Heute passiert alles parallel“, sagt Claudia Schwab, Social Media-Expertin beim pme Familienservice. „Die Kinder lernen hier die Spielregeln heutiger Kommunikation. Entscheidend ist, dass wir Erwachsene sie dabei sinnvoll begleiten. Aufklärung ist wichtig“. 27

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