Aufrufe
vor 5 Jahren

klecks 2/2015

klecks bietet Eltern und Erziehern das komplette Themenspektrum von Pädagogik bis Psychologie, von Gesundheit über Reisen bis hin zu Spieletipps und Veranstaltungsempfehlungen. klecks erscheint ab sofort zwei Mal im Jahr und liegt in unseren Kitas, Standorten und Filialen für alle Eltern & Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kostenfrei aus.

Die drei Welten des pme

Die drei Welten des pme Familienservice | Text: Isabel Hempel Die Basis dafür ist eine vertrauensvolle Gesprächskultur zwischen Eltern und Kindern. Denn die größten Risiken der Mediennutzung liegen in der Verletzung der Privatsphäre der Kinder und in der Gefahr von Mobbing. „Eltern müssen mit ihren Kindern dazu ins Gespräch kommen, wie sie sich besser schützen können. Bei Facebook z.B. kann man die Privatsphäre in den ‚Einstellungen‘ ändern. Das ist sehr wichtig, damit das Profil nicht öffentlich für Fremde einsehbar ist. Bei WhatsApp und Instagram gibt es keine wirklich sichere Einstellung“, erklärt Schwab. „Hier ist das Bewusstsein für eine umsichtige und reflektierte Nutzung besonders wichtig. Adressen, Passwörter und intime oder peinliche Fotos sollten hier am besten gar nicht erst hochgeladen werden. Eine Faustregel lautet: Versende nur Fotos, die auch jeder Fremde sehen dürfte, alles andere ist privat und hat im Internet nichts zu suchen!“. Cyber-Mobbing: Kind aus der Schusslinie nehmen Wird das eigene Kind Opfer von Cyber-Mobbing, gilt es schnell zu handeln. „Das Kind muss umgehend aus der Schusslinie genommen werden“, erklärt die pme-Expertin. „Geschieht Mobbing auf WhatsApp, muss der oder die Betroffene sofort aus der entsprechenden Gruppe rausgehen und die Verantwortlichen blockieren. Ebenso auf Facebook: Sie sollten kontrollieren, wer an die Pinnwand des Kindes schreiben darf, und entsprechende Personen blockieren. Sie sollten sofort Screenshots von den Beleidigungen machen und diese den Betreibern melden“. verpflichtet, diese zu prüfen und können Inhalte löschen, die illegal sind oder auf eine andere Weise gegen den Verhaltenskodex verstoßen. Social Media: Übungsfeld für Kommunikation „Trotz aller Risiken sehe ich persönlich die Mediennutzung von Jugendlichen positiv. Die Social Media-Kanäle sind für sie ein Übungsfeld für eine neue Form der Kommunikation, die sie auch später im Berufs- oder Privatleben brauchen“, beruhigt die Expertin. „Jede Familie muss einen individuellen Umgang mit diesem Thema finden. Viele Kinder gehen schon heute verantwortungsvoll mit dem Internet um“. Auch die BITKOM-Studien bescheinigen den Jugendlichen die nötige Kompetenz, um das Netz sinnvoll einzusetzen, und sprechen „im positiven Sinne von einer Normalität im Umgang mit dem Web“. Tobias und seine Eltern haben einen Weg gefunden. Sie haben sich zusammengesetzt, und er hat seinen Eltern gezeigt, was er mit seinem Smartphone alles macht. Seine Schulklasse hat eine WhatsApp-Gruppe gegründet. Neben viel Blödelei und Kommunikation mit Emojis – Ideogramme, die Texte ersetzen – werden dort auch mal Infos zu den Hausaufgaben und Vertretungsstunden ausgetauscht. Das hat seine Mutter beruhigt. Die meiste Zeit hört er Musik. Sie haben auch darüber gesprochen, dass private Fotos nichts im Web zu suchen haben. Verteilst du im Bus Fotos von dir? Tobias Mutter hat dafür die richtigen Worte gefunden: „Stell dir vor, du drückst einem Fremden an der Bushaltestelle ein Foto von dir in Badehose in die Hand. Würdest du das machen?“. Tobias hat daraufhin mit Hilfe seines Vaters alle Einstellungen überprüft. Es gibt nun feste Zeiten, in denen das Handy nicht benutzt werden darf: beim Essen, beim Zubettgehen, in der Nacht und während der Hausaufgaben. Tobias ist seitdem wieder konzentrierter bei der Sache. Und sie haben eine Familiengruppe auf WhatsApp gegründet. „Um auch virtuell besser in Kontakt zu bleiben“, freut sich Tobias. Alle sozialen Netzwerke haben mittlerweile leicht zu findende Meldefunktionen. Erhalten die Anbieter Hinweise auf Cyber-Mobbing, sind sie Nichts verpassen! Das Display ist immer im Blick 28

Schwerpunkt Partizipation | Text: Gabi Strasser | Fotos: Kids & Co. Bülowkids Ich habe was zu sagen und werde gehort Partizipation ist das Thema des Jahres bei den pme Lernwelten. Ein großes Thema, das schon morgens beim Frühstück in der Kita beginnt und noch lange nicht bei der Frage aufhört, welcher Spielplatz angesteuert wird. Unser Ziel: Kinder, die selbstbewusst ihre Lebenswelt mitgestalten. Partizipation ist keine Frage des Alters: Schon sehr kleine Kinder können in vielen Bereichen selbst mitbestimmen und entscheiden. Je älter sie werden, umso größer sind die Spielräume. Da kann dann beispielsweise ein dreijähriges Kind für einen Tag „Bestimmer“ sein oder eine Gruppe von Drei- bis Sechsjährigen einen aktiven Part bei der Umgestaltung ihrer Räume übernehmen. Kids & Co. Frankfurt: Heute bin ich Bestimmer! Paula ist heute „Tageskind“ bei Kids & Co. Für die Dreijährige ist das eine besondere Ehre, die mit vielen spannenden Aufgaben verbunden ist. Im Morgenkreis erzählt Paula den anderen Kindern, welches Wetter heute angesagt ist und was es zum Mittagessen geben wird. Sie darf eine Aktivität für den Vormittag auswählen, später den Essenswagen holen und den Tischspruch bestimmen. Auch für den Speiseplan der Haustiere, darunter zwei afrikanische Riesenschnecken, ist Paula zuständig. „Wir losen jeden Tag ein anderes ‚Tageskind’ aus“, sagt Erzieherin Kirstin Andretzki. „So steht jedes Kind immer wieder einmal im Mittelpunkt und erfährt, wie viel Spaß es macht, besondere Aufgaben und Verantwortung zu übernehmen.“ „Hurra, ich bin Tageskind“: Heute sagt Paula wie der Hase läuft "Wir losen jeden Tag ein anderes Tageskind aus.“ 29

Magazine

Klecks Magazin 1/2018
Klecks Magazin 2/2016
klecks 1/2016
klecks 2/2015
klecks 1/2015
klecks 1/2014
Keine Tags gefunden...