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Klecks Magazin 1/2018

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klecks ist das Magazin des pme Familienservice für junge Familien. Das Magazin deckt ein breites Themenfeld ab: von Erziehung bis Psychologie, von Gesundheit über Reisen bis hin zu Spieletipps und Veranstaltungsempfehlungen. klecks erscheint einmal im Jahr und liegt in unseren pme-Kitas, Standorten und Filialen für alle Eltern & Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kostenfrei aus.

hen unter kompetenter

hen unter kompetenter Anleitung sehr motiviert kreativ, planerisch und reflektiert mit digitalen Medien um, etwa wenn sie mit der Kamera Erlebnisse und Prozesse dokumentieren, eigene Trickfilme erstellen, Interviews führen oder Projektergebnisse präsentieren. Sie lernen Medien als kreatives Gestaltungs- und Ausdrucksmittel kennen und entwickeln dabei auch nach und nach einen kritischen Blick. Wie können Erwachsene das Interesse der Kinder aufgreifen? Hier gibt es sowohl zu Hause als auch in der Kita tolle Möglichkeiten. Statt ihren Kindern einfach nur Spiele-Apps zur Beschäftigung zu geben, können Eltern eine Mal-App installieren, in der Bilderbuch-App auch mal die Aufnahmefunktion nutzen oder ihre Kinder z. B. mit der Handykamera Fotorätsel aufnehmen lassen: Die Kinder knipsen auf Spaziergängen oder in der Wohnung kleine Details, und die Eltern müssen raten, was auf dem Bild zu sehen ist. Oder der andere Elternteil oder Freunde werden per Messenger einbezogen: „Mal gucken, ob Papa errät, wo wir gerade sind!“. Mit den Eltern oder in der Kita können Kinder mit der Kamera auf Farben-, Formen-, Buchstaben- oder Zahlensuche gehen und z. B. eine Schnitzeljagd mit Fotorätseln oder ein Foto-Memory erstellen. Was kann man tun, damit die Mediennutzung nicht ausufert? Generell hilft es, miteinander im Gespräch zu bleiben, sich mit den Interessen und Vorlieben der Kinder auseinanderzusetzen und nachvollziehbare Regeln festzulegen. Hier empfiehlt sich z. B. ein Mediennutzungsvertrag (www.mediennutzungsvertrag.de), der gemeinsam festgelegt wird. Ich rate davon ab, Mediennutzung als Belohnung oder Strafe einzusetzen, denn das erhöht ihren Stellenwert bei den Kindern noch mehr. Eltern sollten sich gerade auch bei der Mediennutzung ihrer Vorbildfunktion bewusst sein und sich selbst handyfreie Zeiten gönnen, z. B. beim Essen, in Gesprächen oder beim Abholen vom Kindergarten. Aber natürlich können sie ihren Kindern auch vermitteln, dass Smartphones oder Notebooks für sie Arbeitswerkzeuge sind und deshalb mitunter für Kinder und Erwachsene unterschiedliche Regeln gelten. Wie finden Eltern gute Medienangebote für Kinder? Es gibt eine scheinbar unendliche Auswahl an Apps und Webseiten schon für die ganz Kleinen. Angebote wie Flimmo, Klick-Tipps, Kinderbuchcouch, Kinderfilmwelt und die Datenbank „Apps für Kinder“ des Deutschen Jugendinstituts liefern hier wichtige Orientierungs- und Beratungsangebote. Eine Zusammenstellung ist auf www.blickwechsel.org/medienpaedagogik/ surftipps/kindermedien-orientierungshilfen zu finden. Für pädagogische Fachkräfte gibt es das Projekt „BildungshAPPchen – auf dem Tablet serviert“, für das Blickwechsel im November 2017 einen medienpädagogischen Förderpreis von der Bremischen Landesmedienanstalt bekommen hat. Es bietet Erzieherinnen und Erziehern Orientierungshilfen, konkrete Empfehlungen und handhabbare Methodenbausteine, um digitale Medien bildungsförderlich in ihr pädagogisches Konzept einzubauen und Eltern beratend zur Seite zu stehen. „Es hilft, miteinander im Gespräch zu bleiben!“ Linktipps www.rananmausundtablet.de www.meko-kitas-nrw.de www.blickwechsel.org/medienpaedagogik/ surftipps/fuer-eltern www.blickwechsel.org/medienpaedagogik/ surftipps/fuer-erzieher-innen www.blickwechsel.org/medienpaedagogik/ buecher-broschueren/broschueren Über Blickwechsel e.V. Blickwechsel e.V. ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Göttingen und Regionalbüros in Bremen, Hamburg, Hessen und Nordrhein- Westfalen. Der Verein engagiert sich seit 25 Jahren für die Medienkompetenzförderung und bietet medienpädagogische Fortbildungen, Projekte und Informationsveranstaltungen für Eltern an – in vielen Bundesländern völlig oder nahezu kostenlos. Außerdem erstellt das Team des Blickwechsel e.V. Arbeitsmaterialien für pädagogische Fachkräfte und stellt auf seiner Webseite methodische Anregungen, hilfreiche Materialien, Literaturempfehlungen und Surftipps rund um den kreativen, bildungsförderlichen Einsatz von Medien und die familiäre Medienerziehung bereit. 18

Text und Interviews: Christin Müller Mompreneurs: Ich will gründen. Jetzt! Obwohl die Zahl der Unternehmensgründer in den letzten Jahren rückläufig ist, gibt es mehr Mütter denn je, die den Sprung in die Selbstständigkeit wagen. Die Hauptmotivation der sogenannten Mompreneurs? Besser über den eigenen Tag zu verfügen, mehr Zeit für die Familie zu haben und letztendlich den Traum vom eigenen Geschäft zu leben. Drei Gründerinnen mit Kindern geben uns Einblick in ihren Alltag und zeigen uns, wie resilientes Leben trotz Selbstständigkeit funktioniert. Während der Trend zur Unternehmensgründung in den letzten 15 Jahren insgesamt eher rückläufig ist, ist der Anteil der Existenzgründungen von Frauen mit Kindern gestiegen. Denn während es den Angestellten im Arbeitsmarkt insgesamt besser geht, sind es die Mütter, die immer noch eine große Lücke wahrnehmen. Im Jahr 2016 gab es laut der aktuellen KfW-Studie 105.000 Existenzgründungen durch Mompreneurs. Heute sind rund eine halbe Million Mütter mit minderjährigen Kindern in Deutschland selbstständig, besagt eine Studie von Ebay aus demselben Jahr. Müttern ist vor allem eines wichtig: die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Home Office und die persönliche Zeiteinteilung spielen dabei eine große Rolle. Esther Eisenhardt, Gründern der Plattform Mompreneurs, fasst die Motivation der selbstständigen Mütter so zusammen: „Es geht mir gar nicht darum, viel Geld in kurzer Zeit zu verdienen. Erfolg bedeutet für mich eine Work- Life-Balance zu haben, Zeit für mich, Gesundheit, Flexibilität und finanzielle Unabhängigkeit“. Und das unterscheidet Mompreneurs grundlegend von Gründern ohne Kinder. Für viele Mütter beginnt die Selbstständigkeit in der Elternzeit. Die Buchautorin Isa Grütering beschreibt das in ihrem Interview mit dem Frauenmagazin „Brigitte“: „Plötzlich wird man auf Null runtergefahren und hat Zeit, sich mit sich selbst zu beschäf- Mompreneur Jessica baute ihren eigenen Online-Shop aus der Elternzeit heraus auf. tigen und mit dem Leben, das man führt. Man überdenkt sehr stark seine Prioritäten. Ist der Job das Wichtigste? Was bedeutet Karriere? An welcher Stelle stehen Familie und Freunde?“. Wir haben mit drei Müttern gesprochen, die ein Unternehmen gegründet haben. Sie haben uns einen Blick in ihr alltägliches Leben gewährt. „Jede Entscheidung, die ich treffe, betrifft das Leben meiner Familie direkt. Ich trage allein die Verantwortung für unser Unternehmen.“ Jessica 19

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