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Klecks Magazin 2/2016

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klecks bietet Eltern und Erziehern das komplette Themenspektrum von Pädagogik bis Psychologie, von Gesundheit über Reisen bis hin zu Spieletipps und Veranstaltungsempfehlungen. klecks erscheint zwei Mal im Jahr und liegt in unseren pme-Kitas, Standorten und Filialen für alle Eltern & Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kostenfrei aus.

Aus der Praxis, Für die

Aus der Praxis, Für die Praxis | Text: Björn Seehausen und Gabi Strasser Kleine Entdeckerspiele für zu Hause Buchtipps: Greifen und loslassen: Eine Kiste mit verschiedenen Alltagsgegenständen regt Kinder zum freien Entdecken und Ausprobieren an. Die Kinder üben dabei Feinmotorik, Konzentration und Auge-Hand-Koordination. Umschütten, füllen und matschen: Füllen Sie eine Plastikkiste mit Wasser, Sand, Steinen, Bohnen, Erbsen, Knöpfen und Ähnlichem. Mit Bechern, Dosen, Löffeln oder Kellen können die Kinder schütten und umfüllen – und (fast) alles bleibt in der Kiste. Was schwimmt, was geht unter? Füllen Sie eine Schüssel/Wanne mit lauwarmem Wasser, und legen Sie verschiedene Materialien bereit, die auf dem Wasser schwimmen (Korken, Tischtennisbälle, Holz, leere Plastikdosen, Blätter etc.), und solche, die untergehen (zum Beispiel Steine und Murmeln). Los geht das muntere Ausprobieren! Bauen, stapeln und konstruieren: Stellen Sie eine Kiste mit vielen unterschiedlichen Baumaterialien zusammen: Holzbausteine in verschiedenen Formen, Kartons, Pappröhren und Naturmaterialien wie etwa Baumscheiben. Und schon können die Kinder kleine Architekten sein und Türme und Bauwerke aufbauen, umstoßen, sortieren, aufreihen. Wie wächst eine Pflanze? Sie benötigen verschiedene schnell keimende, mittelgroße oder große Samenkörner (z. B. Mais, Erbsen, Sonnenblumen, Linsen, Kresse), passende Blumentöpfe und dazu einen entsprechenden Boden wie Blumenerde, Sand, Watte oder ein Schwamm. Bei regelmäßiger Pflege können Kinder schon bald beobachten, wie aus einem kleinen Samen eine schöne Pflanze heranwächst. Experimentieren und Entdecken – Mehr als 30 Experimente zu Luft und Wasser Angela Weinhold, Ravensburger Verlag Professor Kleinsteins Experimentier-Werkstatt für Kinder Pit Brüssel, Ökotopia Verlag Werden Sie als Erwachsene selbst zu kleinen Forschern, und suchen Sie gemeinsam mit den Kindern Antworten. Es lohnt sich! 18

Bildung und Lernen | Text: Sven Edlefsen Das Wischen haben schon die Kleinsten drauf Kennen Sie das? Ihre vierjährige Tochter bedient ganz selbstverständlich das Ausmalprogramm im Internet, ohne dass es ihr jemand vorher erklärt hätte. Mit dem Tablet kennt sich Ihr sechsjähriger Sohn besser aus als Sie selbst. Und eine App auf Ihrem Smartphone zu bedienen, ist schon für die Kleinste ein Kinderspiel. Die neuesten Geräte halten Einzug in immer mehr heimischen Kinderzimmern. Die einen finden das erschreckend, die anderen völlig normal. Aber wer hat nun recht? Ein wichtiger Aspekt vorweg: Ob „klassisch“ oder „modern“ – Medien ersetzen nicht das reale Leben, das Kinder brauchen, um sozial kluge und kompetente Persönlichkeiten zu entwickeln. Sie können aber, richtig eingesetzt, Denk- und Lernprozesse anregen und Kinder in der Auseinandersetzung mit der eigenen Lebenswelt unterstützen. Wo aber liegen die Grenzen zwischen angemessener und falscher Mediennutzung? Die ersten fünf Lebensjahre: Welt entdecken und gestalten Alle Kinder kommen mit Entdeckungs- und Gestaltungsfreude zur Welt. Sie erlernen Sprache und entwickeln schnell ein Verständnis für Begriffe, Symbole, Bedeutungen und Kategorien. Fähigkeiten und Fertigkeiten werden ausgebildet, körperliche und geistige Anlagen geweckt. Besonders die ersten fünf Lebensjahre eines Kindes sind von enormer Bedeutung für die Entwicklung des Gehirns. In dieser Zeit bilden sich besonders viele neuronale Verknüpfungen im sensorischen, sprachlichen und kognitiven Bereich aus. Passive Mediennutzung birgt Risiken Viele Eltern, Erzieherinnen und Erzieher sind unsicher, in welchem Umfang Mediennutzung altersgemäß und sinnvoll für die kindliche Entwicklung ist. Unbestritten ist, dass passiver Medienkonsum nachhaltige negative Auswirkungen auf die Strukturierung des sich entwickelnden Gehirns von Kindern hat. Bildschirmmedien wie Fernseher, Computer und Co. sprechen nur Augen und Ohren an. Ein Austausch mit allen Sinnen, wie z. B. Schmecken oder Riechen, ist nicht möglich. Negative Auswirkungen auf die Ausbildung von Fantasie und Kreativität, Konzentrationsfähigkeit und die Sprach- und Leseentwicklung sind naheliegend. Hinzu kommt der fehlende Kontakt zur Umwelt. Medienerziehung und Medienkompetenz Moderne Medien machen es Kindern leicht – oft zu leicht. Um ins Internet zu kommen, müssen Kinder nicht lesen können. Wischen und auf Symbole tippen reicht. Alles, was aus dem Fernseher, dem Computerspiel oder aus anderen Medien auf kleine Kinder einströmt, kommt zunächst ungefiltert Zu viel des Guten? Schon kleine Kinder nutzen Medien regelmäßig bei ihnen an. Kinder müssen lernen, Inhalte aus TV, Internet usw. einzuordnen und zu verarbeiten, Interessantes und Sinnvolles auszusuchen, selbst kreativ zu werden und Inhalte von Werbung zu unterscheiden. Vor allem aber auch: sich mit anderen auszutauschen, statt nur zu konsumieren. Icon made by Freepik from www.flaticon.com 19

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