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Klecks Magazin 2/2016

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klecks bietet Eltern und Erziehern das komplette Themenspektrum von Pädagogik bis Psychologie, von Gesundheit über Reisen bis hin zu Spieletipps und Veranstaltungsempfehlungen. klecks erscheint zwei Mal im Jahr und liegt in unseren pme-Kitas, Standorten und Filialen für alle Eltern & Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kostenfrei aus.

Bildung und Lernen |

Bildung und Lernen | Text: Sven Edlefsen Schon Kleinkinder beobachten das Verhalten ihrer älteren Geschwister und Eltern genau. Dabei erleben sie oft widersprüchliches Verhalten. Wenn mitten im Spiel das Telefon klingelt, und der Satz fällt: „Entschuldige, Schatz, ich muss da kurz rangehen!“, interpretiert das Kind dieses Verhalten so: „Etwas Anderes ist meinen Eltern wichtiger als ich“. Der dänische Familientherapeut Jesper Juul fordert in diesem Zusammenhang Familieninseln und meint damit gemeinsame Zeit ohne Medien, um Beziehungen gerecht zu werden. Erwachsene sollten sich daher immer ihrer Vorbildfunktion bewusst sein und die gemeinsame Zeit mit den Kindern ohne Ablenkung verbringen. Klare Regeln helfen, z. B. keine Smartphones und Tablets während der Mahlzeiten und begrenzte Zeiten mit den Medien. Die Medienangebote sollten dabei dem Alter und dem persönlichen Entwicklungsstand des Kindes entsprechen. Schön ist es, wenn Kinder von Anfang an erleben können, dass zum Beispiel ein Computer vielfältig genutzt werden kann, also nicht nur zum Konsumieren von Spielen oder Filmen, sondern auch auf aktive Weise: zum Bearbeiten von Fotos, zum Gestalten von Karten, zum Austausch mit anderen. Computerspiele bieten die Gelegenheit, in Rollen zu schlüpfen und interaktiv Abenteuer zu bestehen. Spiele, Malprogramme, Quizfragen, Bastelanleitungen, Geschichten – es gibt kaum etwas, was sich dort nicht finden lässt. Mit Tablets und Smartphones können Kinder schon früh kommunizieren und sich zum Beispiel per Skype, E-Mail oder Chat- Programmen mit entfernt wohnenden Verwandten austauschen. In ihrem Artikel zur Medienpädagogik plädieren Kristina Hoffmann und Gerald Hüther in der Huffington Post dafür, dass Eltern das Interesse des Kindes an Medien unterstützen sollten, etwa indem sie kindgerechte An- gebote finden und mit den Kindern ausprobieren. Die Persönlichkeit der Kinder, ihre Begabungen sowie ihre geistigen und körperlichen Fähigkeiten voll zur Entfaltung zu bringen, ist oberstes Ziel von Erziehung und Bildung. Dazu gehört auch, dass Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren lernen können, sich in einer mediengeprägten Welt zu orientieren. Die Medienerziehung ist damit aber auch eine zentrale und neuartige Herausforderung für Eltern und Familien – und natürlich auch für Erzieherinnen und Erzieher. Wann ist der richtige Zeitpunkt? Dem kann die Grundformel 3-6-9-12 zugrunde gelegt werden: Keine Bildschirmmedien unter 3 Jahren Keine eigene Spielekonsole unter 6 Jahren Kein Handy oder Smartphone unter 9 Jahren Keine unbeaufsichtigte Computer-/ Internetnutzung unter 12 Jahren Wie viel mediennutzung Am tag? Für die Dauer der täglichen Mediennutzung gibt es lediglich Orientierungswerte, die am besten nicht überschritten werden sollten: 20 – 30 Minuten pro Tag 4 – 6 Jahre 30 – 45 Minuten pro Tag 7 – 10 Jahre 60 Minuten pro Tag 11 – 13 Jahre Sie möchten mehr erfahren? Weiterführende Informationen und Angebote zum Thema „Kinder und Internet“ finden Sie hier: Suchmaschine: www.blinde-kuh.de Geförderte Kinderangebote: www.ein-netz-fuer-kinder.de Kinder-Portal mit Suchmaschine: www.fragfinn.de Zentrum für Kinderschutz im Internet: www.i-kiz.de Kinder-Portal: www.internauten.de Surf-Tipps für Kinder: www.internet-abc.de Tipps, Forum und Beschwerdestelle für Jugendliche: www.juuuport.de Tipp-Sammlung für Eltern und Lehrer: www.klicksafe.de Surf-Tipps für Kinder, Infos für Erwachsene: www.klick-tipps.net Tipps zur Medienerziehung für Eltern: www.schau-hin.info Medienkompetenz: www.scout-magazin.de Übersicht von Webseiten für Kinder: www.seitenstark.de Informationen für Eltern: www.sicher-im-netz.de Blog „Mein Computerkind“: www.meincomputerkind.de 20

Was macht gute kinder–apps aus? Altersgerechte, interaktive Apps bieten die Möglichkeit des intuitiven Entdeckens und unterstützen die Entwicklung von Lösungskompetenz und Kreativität. Sie können die Hand-Auge-Koordination fördern und sie unterstützen logisches und räumliches Denken. Apps sollten aber immer nur ein Bestandteil des ganzheitlichen Lernens sein. Woran Sie eine gute Kinder- App erkennen Sie verlangt bei der Installation nur notwendigste Berechtigungen und schützt die Privatsphäre. Sie ist für Kinder einfach zu bedienen und leicht verständlich. Eine ansprechende Gestaltung regt zum Mitmachen an und weckt die Neugier. Sie erzeugt keinen Druck zum Weiterspielen durch Senden von Push- Nachrichten. Sie enthält keine Inhalte, die Kinder ängstigen oder beeinträchtigen. Sie verzichtet auf Werbung und In- App-Käufe oder hat dafür einen kindergesicherten Elternbereich. Sie kommt ohne Online-Verlinkungen aus (zu Sozialen Netzwerken, App Stores etc.). Unsere Empfehlungen: Kinder-Apps-Portale www.bestekinderapps.de www.ene-mene-mobile.de/ category/lesen/ www.apps-und-moritz.ch/ lesen-lernen www.mediolino.ch/top-links Apps zum Fördern Ich lerne die Uhr Fiete - Ein Tag auf dem Bauernhof ham ham! – Tiere füttern für Kleinkinder und Kinder Apps zum Fernsehen Die Maus Die App mit dem Elefanten Unser Sandmännchen Apps zum Spielen Kleiner Fuchs – Liederbuch für Kinder und Kleinkinder Streichelzoo Toca Boca KlangDings - Das Haus voller Musik (alle aus dem Apple Store) Die App „Fiete - Ein Tag auf dem Bauernhof“ 21

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